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Revierführer Kroatien
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Revier Kroatien und Slowenien

Einer der markanten Leuchttürme im Revier

Kroatien ist das wohl einzige Land, das im Abstand von bequemen Tagesetappen moderne Marinas – „Campingplätze für Yachten“ - aufweist.

Nicht nur am Festland, sondern auch draußen auf den Inseln muss man nicht auf Toiletten und Duschen, auf Landstrom, Wasser und Marina-Restaurant verzichten. Die Yachthäfen verfügen oft über Schwimmstege, und Muringleinen ersparen den Einsatz des eigenen Ankergeschirrs.

In vielen beliebten Ankerbuchten wurden Bojen ausgelegt, die gebührenpflichtig sind. In diesen Buchten ist auch das Ankern mit eigenem Geschirr kostenpflichtig. Auch in den Marinas und in den öffentlichen Häfen, die zunehmend über Wasser- und Stromanschlüsse verfügen, fallen Liegegebühren an. Für Katamarane gilt ein Aufschlag von wenigstens 50 %.

Die Navigation ist recht einfach, denn die jeweils nächste Insel ist schon in Sicht bevor die eben passierte im Dunst verschwindet. Die Betonnung ist spärlich, muss aber auch nicht mehr sein, denn praktisch überall ist tiefes Wasser anzutreffen. Leuchtfeuer sind ausreichend vorhanden. Somit ist auch ein Nachttörn unproblematisch.

 

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Beim Grenzübergang zwischen Slowenien und Kroatien muss jeweils aus- bzw. einklariert werden. Die Crew erhält die „Potvrda“, das Einreisepapier, in der Regel vom Marinabüro. Wird dieses vergessen und es erfolgt eine Kontrolle durch die Küstenwache, dann kann es zu einer Geldstrafe führen. Der Skipper muss wenigstens den Sportboot-Führerschein See besitzen und ein beliebiges Crewmitglied benötigt ein Sprechfunkzeugnis. Ist dies nicht vorhanden, dann kann bei einigen Hafenämtern ein für Kroatien beschränkt gültiges Sprechfunkzeugnis in einem mehrstündigen Kursus erworben werden.

Nach Portoroz, Pula, Rijeka, Zadar, Split, Brac und Dubrovnik kann man auch fliegen – per Linienflug oder mit einer Chartermaschine. Nach Pula, Zadar und nach Split ist die Anreise auch mit der Bahn möglich.

Die Saison beginnt bereits zu Ostern. Im Sommer herrscht leichter bis mittlerer Nordwestwind vor. Bis in den Oktober hinein kann gesegelt werden, wenn dann auch die Wahrscheinlichkeit für Schlechtwetter und Starkwind ansteigt. Aber mit etwas Glück..... ist es immer noch wesentlich wärmer als in unseren nördlichen Gefilden im Sommer.  Zwei besondere Winde sind zu beachten: Der Schirokko, ein warmer und feuchter Wind aus südlichen Richtungen, der meist Wolken, dann Gewitter und besonders Regen mit sich bringt. Er kann bis zu Sturmstärke zunehmen, und dann trägt er Wüstensand aus der Sahara mit sich, der sich in jeder Ritze an Bord verteilt. Er weht entlang der Küste in der Regel aus südöstlichen Richtungen. Der gefährlichere, weil unberechenbare Starkwind der Region ist die Bora. Diese eiskalte Luftströmung wälzt sich von Nordost über das Küstengebirge und stößt unvermittelt in die dalmatinische Inselwelt vor. In der nördlichen Adria bläst die Bora am heftigsten. Böen mit mehr als 10 Beaufort sind keine Seltenheit und wehen immer mal wieder Wohnwagengespanne, aber auch ganze Lastzüge von der Magistrala, der Küstenstraße. Bei Bora kann die Sicht schlagartig bis auf Null sinken. Sie kann einige Tage anhalten, bis sich der Maestral, der Schönwetterwind aus Nordwest, wieder durchsetzten kann. Im Velebitski-Kanal und auch an anderen Stellen, wo sich der Luftstrom zwischen Landmassen hindurchzwängen muss, steigert sich die Windgeschwindigkeit noch um 1 bis 2 Windstärken. 

Mein Tipp: Je weiter weg man von der Küste segelt, desto weniger stark weht es und desto konstanter bläst der Wind – die Böen sind nicht mehr so hart und unvermittelt.

An der gesamten Küste und natürlich auf den Inseln finden sich Zeugen aus römischer und venezianischer Zeit. Schon die Römer haben die dalmatinische Küste besiedelt. In Pula steht ein sehr gut erhaltenes Colosseum aus dieser Ära. Der Diokletian-Palast im Herzen von Split gehört zu den Welt-Kulturerben, ebenso die Altstadt von Dubrovnik, deren Festungsmauer und Altstadt fast vollständig erhalten sind. Der Nationalpark Kornati begeistert mit seinen etwa 70 einer unwirklichen Mondlandschaft gleichenden Eilanden. Bis zum Städtchen Skradin, das kurz vor den Krka-Wasserfällen den Ausgangspunkt für deren Besuch gibt, kann man mit der Yacht den fjordartigen Flusslauf hinauffahren und den faszinierenden Drehort der Winnetoufilme inmitten der tosenden Wassermassen bewundern.

Am Festland gibt es in den Supermärkten das komplette Angebot. Auf den Inseln kann es schon mal eingeschränkt sein. Wann immer möglich sollte die Chartercrew auf den Bauernmarkt gehen. Dort gibt es frische Salate, Gemüse, Käse, Eier und sonstige Landprodukte in klasse Qualität und zu günstigen Preisen.

Viele Konobas - kleine Restaurants – bieten kostenlose Liegeplätze, oft mit Muringleinen, an ihren Privatstegen, wenn man abends zum Dinner kommt. Auf manchen Inseln ist das ganze Spanferkel am Spieß regelmäßig auf der Speisekarte zu finden. Frischen Fisch gibt es natürlich auch – bevorzugt wird er gegrillt angeboten, ein relativ günstiges  Vergnügen gegenüber anderen Gegenden im im Mittelmeerraum. Leckerer Bauernkäse ist am Markt bei den Bäuerinnen zu finden. Und natürlich Prsut, der Dalmatinische Trockenschinken.

 

+

Mehr als 1000 Inseln, fast überall Strom, Wasser und Muringleinen, viele Marinas

-

Sehr voll in der Hochsaison, wenig Wind im Sommer

 

Weniger…

Trogir und ein Badestop in einer der tausend Buchten

Vorbei an Hvar in eine Ankerbucht

Insel Brac mit Hafen samt Marina Milna

Das äußere Ende: Insel Vis

Korcula - Mittelalterliche Perle der Adria